Weuthen GmbH
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    Eindrücke vom Weuthen Kartoffeltag 2017

    28. Weuthen-Kartoffeltag – Europas Kartoffelwelt in Schwalmtal

    Mit dem 28. Weuthen-Kartoffeltag lud die Wilhelm Weuthen GmbH & Co. KG am 31. August 2017 wieder Europas Kartoffelbranche auf ein großzügiges Ausstellungsgelände in der Nähe ihres Firmensitzes in Schwalmtal ein. Im Anschluss an die offizielle Eröffnung des Kartoffeltags durch die Rheinische Kartoffelkönigin Anne Dicks sprach Weuthen-Geschäftsführer Ferdi Buffen vor den versammelten Gästen aus ganz Europa – aus den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Schweden, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Schottland – über die aktuelle Situation am Kartoffelmarkt und gab eine Markteinschätzung für die Ernte 2017.

    Nachdem mäßige Ernten der vergangenen Jahre durch ihre guten Erlöse für einen Kartoffelhype gesorgt haben, stehe die diesjährige Ernte nun im Zeichen eines teilweise erheblichen Kartoffelüberschusses. Buffen sieht die derzeitige Notierung von 14 € für Speisekartoffeln, 10 € für Exportkartoffeln und 3 bis 6 € bei Veredelungskartoffeln zwar als besorgniserregend an. Trotzdem seien die bisherigen Qualitäten gut, Absatzchancen ergäben sich verstärkt über eine höhere Nachfrage aus der Stärkeindustrie und die niedrigen Preise böten Exporteuren Chancen auf den süd- und südosteuropäischen Märkten, den europäischen Verarbeitern sogar weltweit. Bei der aktuellen Ernte, die größtenteils zur Einlagerung ansteht, seien die Qualitäten nicht überall gleich gut. Für die Verarbeitungsorte würden jedoch auf fast allen Standorten überdurchschnittliche Erträge und Qualitäten erwartet. Vorbehaltlich der Rodung der kompletten Ernte schätzt Buffen die deutsche Ernte auf 11,00 bis 11,5 Mio. to. Im weiteren Preisverlauf würden für Speisekartoffeln 14 bis 16 € erwartet, auf dem Verarbeitungsmarkt nach anfänglichen Preisen um 3 bis 4 € im neuen Jahr zwischen 7 und 10 €.

    Trotz des schwierigen Marktumfelds und mäßiger Ernten rief Buffen zur Ruhe auf. Neben der erhöhten Nachfrage aus der Stärkeindustrie habe auch die Verarbeitungsindustrie erhebliche Kapazitäten geschaffen und würde versuchen, diese bei dem günstigen Rohstoff auch auszulasten. Die alternativen Ackerkulturen stünden weiter unter Druck. Daher bleibe das Interesse am Kartoffelanbau ungebrochen. „Und für Profis bieten sich in jedem Marktumfeld Chancen“, ist Buffens Fazit.

    Umfangreiche Informations- und Beratungsangebote über Pflanzenschutz, Düngung, Lagerung und vieles mehr standen den rund 1.500 Besuchern im Tagungszelt zur Verfügung. Auch auf dem Außengelände sorgte das vielfältige Programm für großen Andrang: Hier präsentierten bedeutende europäische Züchter in Fach- und Beratungsgesprächen ihre Sorten. Zusätzlich wurde die neueste Kartoffeltechnik vorgestellt, die im anschließenden Feldeinsatz in Aktion begutachtet werden konnte. Auch der Bio-Neigungskurs der Janusz-Korczak-Realschule, mit der das Unternehmen seit 2013 eine Kooperation betreibt, war wieder mit von der Partie. Die Schüler hatten im Rahmen ihres Biologieunterrichts seit Anfang des Jahres ein Kartoffelversuchsfeld von Anbau über Pflege bis hin zur Vermarktung betreut. An einem eigenen Stand im Weuthen-Pavillon präsentierten sie ihre Ergebnisse – in Kartoffeltagebüchern festgehalten und ansprechend als Poster aufbereitet – den interessierten Besuchern.

    Dass im Laufe des Vormittags auch noch die Sonne durch die Wolken brach, war das i-Tüpfelchen auf einem erfolgreichen Tag!

    Die gesamte Rede von Herrn Buffen finden Sie hier.

    Impressionen des Tages

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